Pflegegeld 2026.
Bis zu
990 € im Monat.
Plus 1.854 € im Jahr.
Stand
Pflegegeld läuft jeden Monat aufs Konto, sobald ein Pflegegrad anerkannt ist. Dazu kommen 131 € Entlastungsbetrag, ein Verhinderungspflege-Topf für die Ersatzpflege und für viele Familien ein steuerlicher Pauschbetrag bis zu 1.800 € pro Jahr.
Unser Rechner zeigt Ihnen in 90 Sekunden den konkreten Auszahlungs- betrag für Ihren Pflegegrad und Ihre Versorgungsform, plus Rentenpunkte und Steuer-Pauschbetrag. Anonym, ohne Anmeldung.
Zusätzlich gibt es bei Pflegegrad 2 bis 5: 131 € Entlastungsbetrag, 42 € Pflegebox und 25,50 € Hausnotruf pro Monat plus den Verhinderungspflege-Topf von 1.854 € im Jahr.
Was ist Pflegegeld?
Pflegegeld ist eine Leistung der Pflegekasse nach § 37 SGB XI. Wer ab Pflegegrad 2 zu Hause durch Angehörige oder andere private Personen gepflegt wird, bekommt monatlich einen festen Betrag aufs eigene Konto.
Die pflegebedürftige Person darf das Pflegegeld frei verwenden. Üblich ist die Weitergabe an die pflegende Person als Anerkennung — verpflichtend ist das aber nicht. Wer parallel einen ambulanten Pflegedienst nutzt, bekommt das Pflegegeld anteilig (Kombileistung).
Bei reiner Sachleistung über einen zugelassenen Pflegedienst rechnet dieser direkt mit der Pflegekasse ab. Pflegegrad 1 kennt kein Pflegegeld, dafür aber den Entlastungsbetrag von 125 €, Pflegebox und Hausnotruf.
Pflegegeld, Sachleistung, Kombination.
Drei Wege, das Geld der Pflegekasse abzurufen. Die Entscheidung ist halbjährlich änderbar und hängt davon ab, wer im Alltag tatsächlich pflegt.
Pflegegeld
Geld fließt monatlich aufs Konto der pflegebedürftigen Person. 347 bis 990 € abhängig vom Pflegegrad. Keine Quittungen, keine Nachweise.
Sachleistung
Ein zugelassener ambulanter Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Bis zu 2.299 € pro Monat in PG 5. Kein Geld an Sie persönlich.
Kombileistung
Pflegedienst kommt einige Stunden pro Woche, Angehörige übernehmen den Rest. Der ungenutzte Sachleistungs-Anteil wird anteilig als Pflegegeld ausgezahlt (§ 38 SGB XI).
Was die Pflegekasse zahlt.
Monatliche Maximalwerte ab 2026 nach Pflegekompetenzgesetz. Pflegegeld und Sachleistung sind kombinierbar, Entlastungsbetrag kommt zusätzlich obendrauf.
| Pflegegrad | Pflegegeld / Monat | Sachleistung / Monat | Entlastungsbetrag / Monat | Pflegegeld / Jahr |
|---|---|---|---|---|
| PG 1 | – | – | 125 € | – |
| PG 2 | 347 € | bis 796 € | 131 € | 4.164 € |
| PG 3 | 599 € | bis 1.497 € | 131 € | 7.188 € |
| PG 4 | 800 € | bis 1.859 € | 131 € | 9.600 € |
| PG 5 | 990 € | bis 2.299 € | 131 € | 11.880 € |
Bei Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld und keine Sachleistung. Der Entlastungsbetrag bleibt nutzbar (125 € statt 131 €).
Steuer, Rente, Verhinderungspflege.
Drei Leistungen, die im Bescheid der Pflegekasse nicht erscheinen, aber pro Jahr mehrere tausend Euro ausmachen können.
Wer eine Person mit Pflegegrad 4 oder 5 ohne Vergütung pflegt, kann diesen Betrag in der eigenen Steuererklärung ansetzen (§ 33b Abs. 6 EStG). PG 2: 600 €, PG 3: 1.100 €. Bei Merkzeichen H oder Bl steigt der Pauschbetrag auf 7.400 €.
Pflegende Angehörige bekommen Rentenpunkte aus der Pflegekasse. Bei PG 5 ohne ambulante Hilfe rund 1,03 Punkte pro Jahr — das entspricht später ungefähr 40 € mehr Monatsrente. Voraussetzung: 10 Stunden Pflege pro Woche, max. 30 Stunden Job.
Gemeinsamer Jahresbetrag mit der Kurzzeitpflege ab 2026. Sie können den Topf flexibel nutzen, wenn die Hauptpflegeperson Urlaub macht oder krank ist. Bei Pflegegrad 2 bis 5, nach sechs Monaten häuslicher Pflege.
Wann das Pflegegeld aufs Konto kommt.
Antrag stellen
Formlos bei der Pflegekasse, telefonisch oder per Online-Portal. Das Datum der Antragstellung zählt rückwirkend für die Auszahlung.
Begutachtung
Der Medizinische Dienst kommt zu einem Hausbesuch. Auf Basis seines Gutachtens entscheidet die Pflegekasse über den Pflegegrad.
Bescheid
Nach in der Regel vier bis sechs Wochen kommt der Bescheid per Post. Bei Anerkennung läuft das Pflegegeld rückwirkend ab Antragsmonat.
Monatliche Überweisung
Pflegegeld wird zum ersten Werktag des Monats im Voraus auf das Konto der pflegebedürftigen Person überwiesen.
Pflegegeld 2026: die wichtigsten Antworten.
Wie viel Pflegegeld gibt es 2026 pro Pflegegrad?+
Pflegegrad 1: kein Pflegegeld, aber 125 € Entlastungsbetrag. Pflegegrad 2: 347 € monatlich. Pflegegrad 3: 599 €. Pflegegrad 4: 800 €. Pflegegrad 5: 990 €. Beträge gelten ab Januar 2026 gemäß Pflegekompetenzgesetz und werden direkt auf das Konto der pflegebedürftigen Person überwiesen.
Wann gibt es Pflegegeld und wann Sachleistung?+
Pflegegeld bekommen Sie, wenn Angehörige oder andere private Personen die Pflege übernehmen. Sachleistung wird direkt mit einem zugelassenen ambulanten Pflegedienst abgerechnet, die Pflegekasse zahlt nicht Sie, sondern den Dienst. Beides kann auch kombiniert werden (Kombileistung nach § 38 SGB XI).
Wie funktioniert die Kombileistung aus Pflegegeld und Sachleistung?+
Wer die Sachleistung nur teilweise nutzt, erhält den ungenutzten Anteil prozentual als Pflegegeld. Beispiel Pflegegrad 3: Wird die Sachleistung zu 60 % genutzt (898,20 €), gibt es zusätzlich 40 % des Pflegegeldes (239,60 €) ausgezahlt. Die Aufteilung melden Sie der Pflegekasse, sie ist halbjährlich änderbar.
Wird Pflegegeld versteuert?+
Pflegegeld an die pflegebedürftige Person ist nach § 3 Nr. 36 EStG steuerfrei, solange sie es im Rahmen der häuslichen Pflege weitergibt oder behält. Wer eine pflegebedürftige Person in Pflegegrad 2 bis 5 ohne Vergütung pflegt, kann zusätzlich den Pflege-Pauschbetrag in der eigenen Steuererklärung ansetzen (600 € bei PG 2, 1.100 € bei PG 3, 1.800 € bei PG 4 und 5).
Bekomme ich als pflegende Angehörige Rentenpunkte?+
Ja, wenn Sie mindestens 10 Stunden pro Woche auf mindestens 2 Tage verteilt pflegen und selbst nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sind, zahlt die Pflegekasse Beiträge in Ihre gesetzliche Rentenversicherung. Die Höhe hängt vom Pflegegrad ab und davon, ob ein Pflegedienst parallel unterstützt. Bei Pflegegrad 5 ohne ambulante Hilfe sind das rund 1,03 Entgeltpunkte pro Jahr, was später ungefähr 40 € mehr Monatsrente bedeutet.
Was ist die Verhinderungspflege und wie viel gibt es?+
Verhinderungspflege deckt eine Ersatzpflege ab, wenn die Hauptpflegeperson krank, im Urlaub oder anderweitig verhindert ist. Ab 2026 gibt es einen gemeinsamen Jahresbetrag mit der Kurzzeitpflege in Höhe von 1.854 €. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 2 und sechs Monate vorherige häusliche Pflege.
Wann wird das Pflegegeld auf das Konto überwiesen?+
Pflegegeld wird monatlich im Voraus auf das Konto der pflegebedürftigen Person überwiesen, meist zum ersten Werktag des Monats. Maßgeblich ist der Bescheid Ihrer Pflegekasse; der Antrag wirkt rückwirkend ab dem Monat der Antragstellung, sobald der Pflegegrad anerkannt ist.
Was passiert mit dem Pflegegeld bei Krankenhausaufenthalt?+
Bei stationärem Krankenhausaufenthalt oder Reha läuft das Pflegegeld die ersten vier Wochen weiter. Danach wird es ausgesetzt und mit der Rückkehr nach Hause wieder aufgenommen. Bei Kurzzeit- oder Verhinderungspflege wird in der Regel die Hälfte des Pflegegeldes weiter gezahlt.
Können Pflegegeld und Entlastungsbetrag gleichzeitig genutzt werden?+
Ja. Der Entlastungsbetrag in Höhe von 131 € monatlich (125 € bei Pflegegrad 1) ist ein zusätzlicher Zweckbetrag für anerkannte Angebote wie Haushaltshilfe, Betreuungsdienste oder Tagespflege. Er steht unabhängig vom Pflegegeld zur Verfügung und kann auf das laufende Kalenderjahr und das Folgejahr übertragen werden.
Werden meine Eingaben gespeichert?+
Nein. Der Rechner verarbeitet Ihre Antworten ausschließlich lokal im Browser. Es werden keine Daten an Sebat Pflege oder Dritte übertragen, solange Sie nicht explizit eine Beratung anfordern.
Pflegegeld berechnet. Was jetzt?
Ab Pflegegrad 1 haben Sie automatisch Anspruch auf Pflegebox und Hausnotruf zusätzlich zum Pflegegeld. Sebat Pflege übernimmt die Abstimmung mit der Pflegekasse.