Sachsenhausen ist mit seinen Teilen Nord und Süd einer der größten Stadtteile Frankfurts, rund 60.000 Menschen leben hier. Die Wohnlagen könnten unterschiedlicher kaum sein: schmale Altbauten in den gepflasterten Gassen des Apfelwein-Viertels, Mehrfamilienhäuser rund um den Südbahnhof, freistehende Häuser mit Außentreppe am Lerchesberg. Was viele Familien hier verbindet: Die Pflege eines Elternteils läuft zu Hause, organisiert von Angehörigen, finanziert über das Pflegegeld. Genau dafür ist der Beratungsbesuch nach § 37 Abs. 3 SGB XI da.
Was der Beratungsbesuch für Familien in Sachsenhausen bedeutet
Der Gesetzgeber verlangt den Besuch, damit Pflegegeld-Empfänger nicht allein gelassen werden. Seit 2026 ist er bei Pflegegrad 2 bis 5 halbjährlich Pflicht. Viele Sachsenhäuser Familien erfahren erst durch ein Schreiben der Pflegekasse davon, oft mit einer knappen Frist. Dann zählt ein schneller Termin. Wir melden uns in der Regel innerhalb weniger Tage und kommen vorbei.
Die Kosten trägt die Pflegekasse, für Sie bleibt der Besuch kostenfrei. Den Nachweis schicken wir direkt an Ihre Kasse.
Worüber wir beim Besuch sprechen
Wir hören zu und schauen uns die Situation in Ruhe an. Ist das Bad sicher, klappt das Aufstehen noch, wie geht es der pflegenden Person selbst? Gerade in Häusern mit Außenstufen am Lerchesberg oder in engen Altbauten in Alt-Sachsenhausen geben wir praktische Hinweise zur Sturzvorbeugung. Außerdem prüfen wir, ob Leistungen ungenutzt bleiben: Pflegebox, Hausnotruf, der Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat oder ob eine Höherstufung des Pflegegrads naheliegt.
Hausnotruf und Pflegebox
In den ruhigen Randlagen von Sachsenhausen Süd wohnen viele ältere Menschen allein im eigenen Haus. Ein Hausnotruf sorgt dafür, dass ein Sturz nicht stundenlang unbemerkt bleibt. Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse dafür 27,00 Euro monatlich. Die Pflegebox mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch wird nach § 40 Abs. 2 SGB XI mit bis zu 42 Euro im Monat übernommen.
Anfahrt und Kliniken in der Nähe
Von Seckbach fahren wir über die Friedberger Landstraße und die Friedensbrücke nach Sachsenhausen, je nach Tageszeit 15 bis 25 Minuten. Viele Familien, die wir beraten, kommen gerade aus einem Aufenthalt im Sankt Markus-Krankenhaus, im Bethanien oder in der Uniklinik und stellen die Pflege zu Hause neu auf. Der erste Beratungsbesuch hilft dann, den neuen Alltag zu sortieren.
Häufige Fragen
Muss ich den Beratungsbesuch machen, wenn ich nur Pflegegeld bekomme? +
Ja, bei Pflegegrad 2 bis 5 ist der Besuch einmal im Halbjahr verpflichtend. Bei Pflegegrad 4 und 5 können Sie freiwillig vierteljährlich einen Termin wahrnehmen. Mit Pflegegrad 1 ist der halbjährliche Besuch freiwillig möglich.
Kommen Sie auch an den Lerchesberg und nach Oberrad? +
Ja. Wir beraten in ganz Sachsenhausen und in Oberrad. Die etwas längere Anfahrt ändert nichts daran, dass der Besuch für Sie kostenfrei ist.
Die Pflegekasse hat mir eine Frist gesetzt. Was nun? +
Rufen Sie uns an unter 069 443757. Wir finden in der Regel innerhalb weniger Tage einen Termin und senden den Nachweis direkt an die Kasse. Wer die Frist verstreichen lässt, riskiert eine Kürzung des Pflegegelds, bei wiederholtem Versäumnis kann es ganz entfallen.
Kann der Besuch auch per Video stattfinden, wenn ich nicht in Frankfurt wohne? +
Jeder zweite Beratungsbesuch darf per Video erfolgen. Das hilft Angehörigen, die außerhalb wohnen und beim Termin dabei sein möchten. Der andere Termin findet bei der pflegebedürftigen Person zu Hause in Sachsenhausen statt.
Wie hoch ist das Pflegegeld 2026? +
Die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad. Die aktuellen Beträge finden Sie in unserer Pflegegeld-Tabelle 2026. Den Beratungsbesuch brauchen Sie, damit diese Zahlung weiterläuft.
Stand Oktober 2026 · Sebat Pflege berät im gesamten Stadtgebiet Frankfurt am Main.
